260 Jahre Adler-Apotheke

Montag, 2. Mai 2011 10:21

In diesem Jahr feiert die Adler-Apotheke ihr 260-jähriges Bestehen. Sie ist die erste und älteste Apotheke in Schwerte! Erstmalig im Jahr 1751 von Ludolf Lange, damals noch in der Brückstraße eröffnet, leitet Sigrid Bohr das traditionsreiche Haus jetzt in der 13. Apotheker-Generation.

“Bis auf die Gesundheitsreformen macht mir der Beruf immer noch Spaß, sonst hätte ich es schon längst drangegeben”, blickt die Apothekerin auf 47 Berufsjahre zurück. “Je älter man wird, desto besser kann man den Menschen mit entsprechendem Fachwissen helfen. Ich mache den Beruf mit Haut und Haaren”.

Belegschaft der Adler-Apotheke, Schwerte 2011

Von links: Sven Kersten, Fatma Atis, Anette Peters, Barbara Rabiega, Sigrid Bohr, Bärbel Heidrich, Antje Kinnart, D. Kroll, Jürgen Kersten

Bei ihrem achtköpfigen Mitarbeiter-Team setzt Sigrid Bohr auf kontinuierliche Fort- und Weiterbildung, aber auch auf Wissen, Erfahrung und Kundennähe: “Fachkompetenz und Herzlichkeit sind unsere großen Stärken”, bringt sie ihre Philosophie auf den Punkt und fügt lächelnd hinzu: “Wir sind eine der wenigen Anlaufstellen wie Bäcker oder Friseur, wo man sich noch die Zeit nimmt, das persönliche Schicksal der Menschen anzuhören und zu begleiten”.

Mehr über die Adler-Apotheke und ihre 260-jährige Geschichte:
“Dem Herrn Apotheker und Bürgermeister” – 260 Jahre Adler-Apotheke

CM

Thema: Apothekerinnentag | Kommentare (0)

Pestwurz-Extrakt gegen Heuschnupfen

Samstag, 30. April 2011 23:12

Forscher vom Helmholtz Zentrum München haben in einer Studie nachgewiesen, dass der Pflanzenextrakt Ze 339 (Petasol butenoate complex) zugeschwollene Nasenschleimhäute schneller und wirksamer bekämpft als Anti-Histamin-Medikamente, die bei Heuschnupfen eingesetzt werden.

Der Wirkstoff verspricht nicht nur bei akuten Beschwerden Erfolg. Prof. Dr. Carsten Schmidt-Weber, Leiter des Münchner Zentrums Allergie & Umwelt (ZAUM): „Die Daten suggerieren auch einen präventiven Effekt, der weiter untersucht werden muss“.

In Deutschland ist ein Medikament mit dem hilfreichen Pflanzenextrakt nicht erhältlich.

Der Pflanzenextrakt als Präparat ist bisher nur in der Schweiz und Südkorea zugelassen, darum müssen weitere Studien durchgeführt werden, um demnächst auch die Verschreibung auf dem deutschen Markt zu ermöglichen.

Pressemitteilung des Helmholtz Zentrums München

Top-Thema bei uns: Tipps für Heuschnupfengeplagte

CM

Thema: Fachinfo, Neue Produkte | Kommentare (0)

Atomunfall: Nicht voreilig Jod einehmen

Mittwoch, 30. März 2011 21:34

Aus Sorge vor den Auswirkungen des japanischen Reaktorunfalls fragen Bürger vermehrt nach hochdosierten Jodpräparaten. Aber Deutsche Apotheker warnen! Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer sagt: “Apotheker raten von der Einnahme von Jodtabletten auf eigene Faust ausdrücklich ab.”

Ein Reaktorunfall setzt große Mengen radioaktives Jod frei. Es handelt sich um die beiden Isotope Jod-131 und Jod-133. Der Körper nimmt die Spurenelemente über die Luft, die Nahrung, über Getränke oder über die Haut auf und sie reichern sich in der Schilddrüse an. Jodtabletten können dann die Aufnahme von radioaktivem Jod blockieren.

Die medizinisch wirksame Dosis zur Jodblockade der Schilddrüse liegt bei 50 bis 100 Milligramm. Jodtabletten in dieser hohen Dosierung haben aber starke Nebenwirkungen wie Herzrasen, Blutdruckspitzen, Hitzewallungen, Gewichtsabnahme, Unruhe und Verdauungsstörungen. Daher wird nur dann zu ihrer Einnahme geraten, wenn tatsächlich starke radioaktive Belastung zu erwarten ist. Jodprodukte, die in Apotheken und Drogerien verkauft werden, enthalten auch nur 100 bis 150 Mikrogramm des Wirkstoffes Kaliumiodid. Erwachsene über 45 Jahren sollten grundsätzlich keine hochdosierten Jodtabletten einnehmen, weil sie das Risiko für schwerwiegende Schilddrüsenerkrankungen erhöhen.

Laut Bundesamt für Strahlenschutz werden in Europa “allenfalls geringfügige Auswirkungen” erwartet. Es gibt daher “derzeit keinen Grund, diese hochdosierten Medikamente zu schlucken“, stellen Experten fest.

CM

Thema: Apothekerinnentag, Fachinfo | Kommentare (0)

Diese Nummer hilft Ihnen

Montag, 14. Februar 2011 16:50

Die niedergelassenen Ärzte gewährleisten auch außerhalb ihrer Sprechstundenzeiten die ärztliche Versorgung ihrer Patienten.

Ab 1. Februar 2011 gelten in ganz Westfalen-Lippe neue und einheitliche Strukturen, die für Sie als Patienten viele Vorteile bringen. Wenn Sie einen Arzt brauchen und nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können, werden Sie in einer Notfalldienstpraxis in Ihrer Nähe versorgt.
[...]
Können Sie aus medizinischen Gründen nicht selbst in die Notfalldienstpraxis kommen, kommt ein Arzt zu Ihnen nach Hause.

KVWL: Arztrufzentrale und Notfalldienstpraxen

Sie erreichen die Arztrufzentrale des Notfalldienstes unter: 0180 – 50 44 100 sowie unter vier weiteren Ersatznummern (0,14 €/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Minute).

Die Notfallpraxis für Schwerte ist im Marienkrankenhaus Pfarrer-Stelzner-Haus in der Goethestr.19. Öffnungszeiten, Notrufnummern und weitere Infos auf unserer Themenseite.

CM

Thema: Apothekerinnentag, Fachinfo | Kommentare (0)

Krätze, auch heute noch ein Thema

Montag, 7. Februar 2011 20:49

Wir haben uns ja schon mit einigen unangenehmen  . Krabbelviechern beschäftigt, aber diese hier sind ein absolutes Tabuthema. Krätzmilben. Sie sind auch besonders ekelig, weil sie unter die Haut gehen, also “in uns” sind. Schauen wir uns diese Zeitgenossen, die Ähnlichkeit mit einem Stachelschwein haben, doch etwas genauer an.

Bohrende Schmarotzer

Krätzmilben gehören zu den Parasiten, das heißt, es sind Schmarotzer, die auf Kosten eines anderen Lebewesens – in dem Fall sind wir das – leben. Ohne diesen Partner sind sie nicht lebensfähig. Die weiblichen Milben bohren bis zu mehrere Zentimeter lange Gänge in die Hornschicht unserer Hornhaut und legen dort ihre Eier und Kot ab. Die Männchen hingegen leben auf der Hautoberfläche und halten ständig Ausschau nach Weibchen. Wie so oft im Tierreich sterben die Männchen nach der Paarung. Hier sterben allerdings auch die Weibchen – nach der Eiablage.

Krätzmilbe

Die nächste männliche Generation ist innerhalb von vierzehn Tagen herangewachsen, die Weibchen brauchen eine Woche länger, bis sie erwachsen sind. Ohne “seinen” Menschen stirbt eine Krätzmilbe nach drei bis vier Tagen ab. Die Milben, von denen wir hier sprechen, haben übrigens nichts mit Hausstaubmilben zu tun.
 

Die Milben halten sich vornehmlich da auf, wo es schön warm ist, also unter den Achseln, in der Kniegegend, an der Ellenbogenbeuge, hinter den Ohren, an den Genitalien, zwischen den Fingern, an den Handgelenken, in der Gürtelgegend. Beliebt bei den Milben sind auch Hautfalten.

Kratzen bis aufs Blut

Der fürchterliche Juckreiz wird wahrscheinlich durch eine allergische Reaktion auf den Milbenkot hervorgerufen. Allerdings kann es auch an Stellen jucken, an denen sich gar keine Milben aufhalten, zum Beispiel im Gesicht. Paradox, nicht wahr?

Besonders quälend wird der Juckreiz übrigens nachts empfunden. Das liegt an der behaglichen Wärme unter unserer Bettdecke. Krätzmilben sind eben bei warmer Haut wesentlich aktiver. Der Juckreiz wird nicht sofort nach der Ansteckung ausgelöst, sondern erst nach drei bis sechs Wochen. Nur wenn man schon einmal Krätzmilben hatte, tritt er sofort auf.

Mit Hilfe einer Lupe kann man die Milbengänge als feine rote Linien erkennen. Auf der Haut finden sich auch rote Flecken. Durch das unausweichliche Kratzen kann die Haut sich entzünden und Blasen und Quaddeln bilden. Manche Betroffene kratzen sich “bis aufs Blut”.

Woher kommt’s?

Die Übertragung erfolgt größtenteils klassisch von Mensch zu Mensch. Das bedeutet, dass man ähnlich wie bei Läusen besonders dort gefährdet ist, wo viele Menschen zusammen kommen, also auch in Schulen und Kindergärten, Pflegeheimen. Auch beim Geschlechtsverkehr werden die Parasiten übertragen. Möglich ist auch eine Übertragung durch Kleidung, Bettwäsche, Handtücher, Matratzen, Teppiche oder sogar Blutdruckmanschetten. Das ist aber eher selten, denn innerhalb eines Zeitfensters von drei bis vier Tagen ohne uns Menschen sind die Krätzmilben ja tot.

Behandlung

Die weiblichen Milben bohren bis zu mehrere Zentimeter lange Gänge in die Hornschicht unserer Hornhaut und legen dort ihre Eier und Kot ab. Die Männchen hingegen leben auf der Hautoberfläche und halten ständig Ausschau nach Weibchen.

Das Wichtigste zuerst: Der Partner oder im Haushalt lebende Familienmitglieder müssen unbedingt mit untersucht und oft auch mitbehandelt werden! Daran geht kein Weg vorbei. Es gibt auch keine vorbeugenden Mittel, wie etwa bei Läusebefall. Überhaupt ist der Markt zur Behandlung von Krätze mit drei Mitteln überschaubar.

Krätze heilt niemals von allein aus. Ohne Medikamente ist man gegen die Parasiten machtlos. Der immer unerträglicher werdende Juckreiz zwingt die Betroffenen allerdings schnell zur Einsicht.

Permethrin

Diesen Wirkstoff, der ursprünglich aus Chrysanthemen stammt, kennen wir schon aus der Behandlung von Läusen. Hier müssen bis zu dreißig Gramm Creme auf den Körper aufgetragen werden, Kopf und Gesicht werden ausgelassen. Besonders gut sollte man die Wohlfühlstellen der Milben eincremen, sprich Achselhöhlen, Ellenbogenbeuge, äußere Genitalien, Pobereich und zwischen den Fingern und Zehen. Vergessen Sie nicht unter den Fingern und Fußnägeln einzucremen.

Dann ist Warten angesagt, denn die Creme muss acht Stunden einwirken. Es bietet sich an, die Prozedur am Abend durchzuführen, denn Duschen oder Baden darf man erst nach diesen acht Stunden. Falls man sich die Hände wäscht, müssen sie neu eingecremt werden. In der Regel reicht eine einmalige Behandlung mit Permethrin aus.

Als Nebenwirkung kann es zu Juckreiz, Brennen, oder Ausschlag kommen. Das ist allerdings schwer zu bestimmen, da das ja schon die Symptome des Milbenbefalls sind.

Der Hautarzt kann den Wirkstoff entweder als Fertigarzneimittel oder als individuelle Rezeptur verordnen, die wir dann in der Apotheke für Sie anfertigen.

Crotamiton

Dieser Wirkstoff wird in Deutschland als Creme, Gel, oder Lotion geführt. Er muss an drei bis fünf aufeinanderfolgenden Tagen dünn eingecremt werden, in gleicher Art und Weise wie bei Permethrin. Mögliche Nebenwirkungen sind Rötungen und Wärmegefühl auf der Haut.

Benzylbenzoat

Das als Lotion erhältliche Präparat wird nach gründlicher Reinigung an drei aufeinanderfolgenden Tagen dünn aufgetragen. Danach darf man sich auf ausgiebiges Duschen oder Baden freuen. Das Mittel gibt es in zwei verschiedenen Konzentrationen, eine für Kinder und eine für Erwachsene.

Mehr Arzneimittel mit belegter Wirkung gibt es nicht.

Und sonst noch?

Sicher möchten Sie wissen, was man sonst noch tun kann um die Viecher möglichst schnell und effizient wieder loszuwerden:

  • Teppiche und Sofabezüge gut absaugen
  • Bettwäsche und Unterwäsche bei mindestens 60°C waschen
  • Alles, was nicht bei diesen Temperaturen gewaschen werden kann, darf auch in Plastiksäcken einige Tage in Quarantäne gehen oder im Gefrierfach bei minus achtzehn Grad verweilen.
  • Finger und Fußnägel kurz schneiden
  • Da der Juckreiz oft auch nach der Behandlung bis zu Wochen bestehen kann benötigt man oft Allergietabletten oder Lotionen zur Linderung.
  • Heißes Duschen verschlimmert den Juckreiz, besser nur lauwarm duschen

Nach dem Infektionsschutzgesetz muss ein Krätzmilbenbefall bei Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Pflegeheimen, Kindergärten arbeiten der Leitung gemeldet werden. Es wird außerdem das Gesundheitsamt informiert. Die Betroffenen dürfen keine Arbeit ausüben, bei denen Sie Kontakt zu Menschen haben.

Bettina Knauf, CM

Thema: Fachinfo | Kommentare (0)

Neuer Notdienstplan für 2011

Samstag, 1. Januar 2011 3:07

Ab Januar 2011 gibt es in Schwerte wieder einen neuen Notdienstplan für Apotheken.

Nutzen Sie die stundenaktuelle Anzeige auf der Notdienstseite oder direkt auf unserer Startseite. Sie können den Notdienstkalender auch in druckbarer Version hier laden.

CM

Thema: Apothekerinnentag, Nur mal so | Kommentare (0)

Frohes neues Jahr!

Freitag, 31. Dezember 2010 16:31

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und wünschen allen Kunden und Freunden unseres Hauses ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2011!

Ihre Sigrid Bohr und Team

Thema: Nur mal so | Kommentare (0)

Passionsblume ist Arzneipflanze des Jahres

Dienstag, 30. November 2010 21:55

Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen an der Universität Würzburg hat die Passionsblume zur Arzneipflanze des Jahres 2011 gewählt. Ihr Wirkungsprofil ist einmalig und sie hat als Arzneipflanze eine lange Geschichte.

„Untersuchungen am Menschen haben zudem ergeben, dass Passionsblumenextrakt eine gute angstlösende Wirkung besitzt“

teilen Franz-Christian Czygan, Johannes Gottfried Mayer und Heike Will vom Würzburger Studienkreis mit. Weiterlesen

CM

Thema: Fachinfo, Nur mal so | Kommentare (0)

Pack die Badehose ein …

Mittwoch, 30. Juni 2010 21:38

… und nichts wie ab ins kühle Nass.

Aber halt! So sehr wir das heiße Wetter auch lieben, auch hier erwarten uns eine Menge Gefahren.

Wo viele Menschen ins gleiche Wasser gehen entstehen schnell gesundheitsschädliche Keime. Deswegen gibt man Chlor ins Wasser, denn Chlor macht Bakterien unschädlich und tötet Krankheitserreger ab. Aber ist Chlor nicht selbst gesundheitsschädlich? Es wurde ein Zusammenhang mit Chlor im Wasser und der Neigung zu Asthma bzw. Allergien erkannt. In Deutschland ist ein Grenzwert von 1 mg pro Liter Wasser vorgeschrieben, der nicht überschritten werden darf. Dadurch soll eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch Chlor und Chlornebenprodukte ausgeschlossen werden.

Sobald sich Chlor mit organischen Stoffen wie Schweiß oder Urin verbindet, entstehen sogenannte Choramine. Diese Chloramine greifen die Atemwege und die Augen an. Allerdings ist die Atemluft in Hallenbädern belasteter als in Freiluftbädern …

… Hier kann dafür an heißen Tagen die Sonne für andere Probleme sorgen, z.B. für den viel beschriebenen Sonnenbrand, auf den wir heute nicht näher eingehen wollen. Da wäre aber noch der Hitzekollaps: Die Blutgefäße stellen sich weit um mehr Wärme abzuleiten, und genau das führt zum starken Absinken des Blutdrucks.

Bemerkbar macht sich ein Hitzekollaps durch auffallend blasse Haut, schnellen, kaum tastbaren Puls, kalten Schweiß und Frösteln trotz warmer Umgebung und durch Schwäche bis hin zur Bewusstlosigkeit. Besonders betroffen sind oft ältere Menschen, weil sie zu wenig trinken.

Um einen Hitzekollaps zu vermeiden, sollte man wenn möglich Tätigkeiten im Schatten ausüben und den Körper nicht zu sehr belasten. Auch wenn kein Durstgefühl vorhanden ist, sollte man viel Wasser trinken. Luftige Kleidung ist nicht nur schön sondern bei entsprechendem Wetter auch gesund …

Wenn es einen dennoch erwischt hat: Ab in den Schatten, Beine hochlagern, und wenn die betroffene Person fröstelt, zudecken. Bei Bewusstlosigkeit und Kreislaufstillstand Überprüfung der Atmung, stabile Seitenlage bzw. Atemspende bei Atemstillstand oder Herz-Lungen-Wiederbelebung. Auf jeden Fall so schnell wie möglich den Notruf absetzen.

Packen wir also zur Badehose noch Sonnenschirm und ausreichend Getränke ein und genießen das schöne Wetter.

CM

Thema: Nur mal so | Kommentare (0)

Ohne Gold kann man leben, ohne Salz nicht

Montag, 31. Mai 2010 15:43

Gemeint ist unser Kochsalz. Eine Verbindung aus den Elementen Chlor und Natrium. Diese beiden Elemente sind wichtig, um den Wasserhaushalt in unserem Körper zu regulieren und um die Reize in den Nervenbahnen weiterzuleiten. Außerdem können unsere Organe nur reibungslos funktionieren, wenn Blutplasma und Gewebswasser in gleichem Verhältnis bleiben (0.9%).

Ein Salznachschub über die Nahrung ist lebenswichtig, weil wir ständig Salz ausscheiden. Zum Beispiel durch Schwitzen.

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 6 Gramm. Weil sehr viele versteckte Salze in unseren industriellen Fertigprodukten stecken, wird unser Salzhunger schon von klein auf geweckt. Ein Zuviel an Salz kann aber zu unerwünschten Wassereinlagerungen im Gewebe führen. Andererseits ist zu wenig Salz auch nicht gesund. Gerade ältere Menschen verspüren dann zu wenig Durst und trinken nicht genug.

Welches Speisesalz man verwendet ist egal. Nehmen Sie einfach das Salz, das Ihnen am besten zu den jeweiligen Gerichten schmeckt.
Will man Jod gezielt über Salz zuführen, muss man jodiertes Speisesalz kaufen. Es gibt auch Speisesalz mit Fluorid zur Kariesprophylaxe oder mit Folsäure angereichertes Salz für Schwangere.

Auch wenn man nicht ohne Salz leben kann – einen Goldpreis sollte man heute allerdings nicht mehr dafür bezahlen.

Übrigens werden hierzulande pro Jahr 440.000 Tonnen Speisesalz verbraucht.

CM

Thema: Nur mal so | Kommentare (0)